Familienforschung Greuel-Koch

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Dreißigjähriger Krieg in Schaumburg

Wie viele anderen Gegenden in Deutschland hatte die Grafschaft unter dem Dreißigjährigen Krieg schwer zu leiden. Truppen unterschiedlicher Herkunft zogen durch das Land. Manche besetzten die Städte und mussten verpflegt werden, Es kam zu Plünderungen und Brandschatzungen. Die Bürger und Bauern wurden ausgequetscht, viele Menschen hungerten. Wohl am meisten mussten Stadthagen und Rinteln unter Besatzungen leiden. In Stadthagen zogen etwa 40 mal Truppen durch oder mussten einquartiert werden.

Dabei spielte es kaum eine Rolle, welchem Lager die das Land verwüstende Saldateska zuzurechnen war. Kaiserliche, Schweden, Franzosen, Hessen, gleich aus welchem Land die Soldaten kamen, vor keinen Soldaten war die Bevölkerung sicher.
Gebäude verfielen, Höfe wurden aufgegeben. Und wie meistens in Kriegszeiten kam es zu einer Verrohung der Sitten. Die Bevölkerungszahl ging zurück. Selbst nach dem Westfälischen Frieden blieben kaiserlich Truppen noch wochenlang in der Grafschaft, und beim Abzug wurden Ortschaften geplündert.

(c) 2012 Günther Greuel Bad Kissingen