Familienforschung Greuel-Koch

Startseite | Gästebuch | Terminkalender | Kontakt | Impressum | Informationen zu unseren Seiten

Das Steinhuder Meer

Nicht tief, aber oho---

Das Steinhuder Meer ist der größte See in Niedersachsen mit einer Fläche von nicht ganz 30 km⊃2;, ein Relikt aus der letzten Steinzeit.

Die Tiefe ist allerdings sehr gering, meist wohl nur 1,5 m, mit einer größten Tiefe von ca. 3 m. Die Verlandung ist ein altbekanntes Problem, und in Niederschlagsarmen Jahren wie in diesem Jahr (2009) gibt es Probleme für den Bootsverkehr, wie im Fernsehen von NDR berichtet wurde. Der See hat nur kleinere Zuflüsse, der See wird vorwiegend durch Niederschlagswasser und Quellen im See gespeist. Der Hauptabfluss ist der Meerbach.

 

Fischerei und Moor

Am Steinhuder Meer waren wahrscheinlich stets Siedlungen vorhanden. Die Lebensbedingungen waren durch den Fischreichtum günstig. Die Fischerei war lange Zeit ein Privileg der Steinhuder.

Die Seeufer waren großenteils morastig, insbesondere im Norden. Aber auch am Südufer bei Hagenburg wurde Torf gegraben.


Das nördliche Seeufer bildete die Grenze zwischen der Grafschaft Schaumburg (später Fürstentum Schaumburg-Lippe) und dem Kurfürstentum (später Königreich) Hannover. Es bestand die Regel, dass die Grafschaft Schaumburg so weit reichte, wie der Wasserspiegel reichte. Die Einwohner in den Ortschaften am Nordufer des Meeres, also die im Hannoverschen Gebiet, hießen in Schaumburg (Schaumburg-Lippe) die "Übermeerschen".

Grenzstreitigkeiten

Es gab aber immer wieder Streitigkeiten um die Grenze. Besonders stritten die Marsdorfer vom Nordufer mit den Steinhudern um die Fischerei, die Steinhuder besaßen auch als einzige die Schifffahrtsrechte. Streitereien mit den Übermeerschen gab es immer wieder, manchmal ging es dabei recht handgreiflich zu.

Um 1200 gehörte die Fischerei noch zum Kloster Wunstorf, später dem Grafen von Wunstorf. Um 1300 durfte der Bischof von Minden 12 Schiffe auf dem Steinhuder Meer fahren lassen. Gegen 1600 wurde das Nordufer die Grenze der Grafschaft Schaumburg. Die Irrungen und Wirrungen um die Grenze und Rechte an dem und um das Steinhuder Meer ließen nicht nach und wurden erst mit einem Vertrag zwischen Preußen und dem Fürstentum Schaumburg-Lippe 1885 beendet. Dadurch wurde die alleinige Hoheit über das Steinhuder Meer Schaumburg-Lippe zuerkannt.

 

Die Seeprovinz

Innerhalb der Grafschaft bildete die Gegend am Steinhuder Meer mit ihren Ortschaften eine besondere Einheit, die Seeprovinz. Das Leben südlich der Bergkette der Rehburger Berge unterschied sich wesentlich von dem in den Ämtern im inneren des Landes.

Zwei Inseln gibt es im Steinhuder Meer, die Steinhuder Badeinsel und die Festung Wilhelmstein.

Die Festung wurde vom Grafen Wilhelm gebaut, 1767 vollendet. Sie ist ganz sicher eine Bereicherung der Landschaft.

Das Steinhuder Meer ist auf jeden Fall eine Bereicherung für den Tourismus in der Region Hannover. Für Liebhaber der Tier- und Pflanzenwelt gibt es hier vieles zu beobachten.

(c) 2012 Günther Greuel Bad Kissingen