Familienforschung Greuel-Koch

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So fing es an

Zwischen in den Jahren zwischen 900 und 1000 tritt das Paradies in die Geschichte ein. Mit dem Bau der Kirche von Bramstedt wurde ein Mittelpunkt der Missionierung und Bewahrung des Christentums geschaffen in diesem Raum geschaffen.

Die Menschen aber wollten ganz und gar keine Christen sein, zumal die Erzbischöfe sich als Eigentümer des Grund und Bodens betrachteten und von den Bauern Abgaben verlangten. Solche Ansprüche ließen sich bisweilen nur mit "festen Häusern" durchsetzen. 1207 ließ der Bremer Erzbischof Hartwig von Uthlede in der Drepte Niederung nahe dem Gerichtsplatz "Unter der Staleke" eine Burg errichten. Das Dorf Hagen gab es an diese Stelle noch nicht. Wenn zu der Zeit von Hagen die Rede war, so war das Heutige Dorfhagen gemeint. Erst mit der Errichtung und Entwicklung der Burg gab es eine neue Siedlung, die zunächst Dammhagen genannt wurde.
Die Burg hatte zunächst wohl strategische Bedeutung. Nach einigen Quellen soll die Burg durch die Stedinger sofort nach der Errichtung zerstört worden sein. Sicher ist das aber nicht. Die Bauern in den Wesermarschen, die Stedinger, wehrten sich gegen die Ansprüche der Bremer Erzbischöfe.

Sie wurden vom Papst geächtet und von einem internationalem Kreuzfahrerheer (der einzige innerdeutsche Kreuzzug!) bei Altenesch 1234 besiegt.
Die Osterstader Marsch, das "Amt Hagen" wurde zunächst von einem erzbischöflichen Vogt, später von einem Amtmann verwaltet. Nach dem Aussterben der Grafen von Stotel übten die Amtmänner die Berufungsgerichtsinstanz aus. Die Burg blieb bis zum 18. Jahrhundert der Amtssitz.
Die Burg hatte aber nicht nur strategische Bedeutung, sie war durch die vielen Waldungen in der Umgebung idyllisch gelegen. Von hier aus veranstalteten die Erzbischöfe, die ihren Amtssitz in Bremervörde hatten Gesellschaftsjagden. Die Burg Hagen war also eine Art Lustschloss der Erzbischöfe bezeichnet. Probleme gab es mit der Feuchtigkeit.

Auch ist noch unbekannt, wann die ursprünglich hölzerne Burg in ein "festes Haus" umgebaut wurde.

Die heutige Burganlage wurde 1507 Erzbischof Johann Rhode errichtet. Die Fenster waren allerdings erheblich kleiner als heute. Johann Rode wohnte die letzten fünf Jahre seines Lebens auf der Burg und führte auch die Amtsgeschäfte von der Burg Hagen aus. Die Burg war dazu natürlich besonders hergerichtet worden.

Das Erzstift Bremen wurde 1524 evangelisch, obwohl die Erzbischöfe zunächst katholisch blieben. Im schmalkaldischen Krieg und in der Münsterschen Fehde wurde die Burg stark beschädigt. Doch einige Jahre später ließ es sich auf der Burg wohl wieder gut leben.

Am 27. Oktober 1575 heiratete der Erzbischof Heinrich III. von Bremen, Herzog von Sachsen-Lauenburg,
auf der Burg Hagen die Tochter des zweiten Kölner Bürgermeisters, Anna von Broich.

Es war wohl Berechnung, dass die Hochzeit in der Einsamkeit von Hagen stattfand.

Die häufige Anwesenheit des Erzbischofs und von Gästen, die Führung der Amtsgeschäfte von der Burg aus, brachten es mit sich, dass die Burg sich auch zu einem wichtigen Arbeitgeber entwickelte. Um 1600 waren 22 Personen auf der Burg beschäftigt. Es gab einen Amtmann und seinen Schreiber,einen Hausvogt, Holzvogt, Wärter, Fischer, Pförtner, Schäfer Knechte, Altfrauen und Mägde.


Hagen lag aber zu der Zeit noch so abgelegen, dass es sogar im dreißigjährigen Krieg weitgehend verschont blieb.

Erst 1644 besetzten die Schweden unter General Königsmark das Amt.
Das Erzbistum Bremen ging im Herzogtum Bremen auf.

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Heimatgeschichte Hagen im Br.

(c) 2012 Günther Greuel Bad Kissingen