Dieses Erzbistum wurde im Westfälischen Frieden schwedische Provinz. Die Schwedenzeit brachte der Überlieferung nach Unruhe und hohe Kosten für die Bevölkerung, vor allem durch Plünderungen und Einquartierungen. Die schwedische Königin Christine schenkte die Burg dem Reichsrat Rosenhane, der sich im 30-jährigen Krieg Verdienste erworben hatte. Für die Amtsverwaltung wurde im Dorf um 1700 ein Amtshaus gebaut. Mit dem Frieden von 1719 fiel das Herzogtum Bremen an das Kurfürstentum Hannover. 1803 wurde das Kurfürstentum Hannover von Napoleon besetzt. Nach einem kurzen preußischen Intermezzo wurde das Kurfürstentum dem Königreich Westfalen zugeschlagen, doch bald gehörte die Region an der Küste als Departement Bouche-du-Weser direkt zu Frankreich.
Die französische Verwaltung erhoffte sich dadurch die Kontinentalsperre gegen England verstärken zu können. Zur Durchführung der Kontinentalsperre tat auch der damalige Leutnant Lungershausen, ein Vorfahre der Geschwister Greuel, für kurze Zeit Dienst an der Küste.
1897 wurde eine eigene Kirche eingeweiht. Von 1248 bis etwa 1820 konnten die Hagener die Gottesdienste in der Burg im Kapellensaal besuchen, Danach mussten die Hagener in die vier Kilometer entfernte Kirche in Bramstedt gehen.
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Die neue Martin-Luther-Kirche in Hagen war unter der Leitung des Konsistorial-Baumeisters Carl-Wilhelm Hase aus Hannover erbaut worden. Der gleiche bekannte Kirchenbauarchitekt hatte auch die Kirche in Hagenburg am Steinhuder Meer gebaut, in der der Ururgroßvater der Geschwister Greuel aus Hagen Küster und Organist war.
Die napoleonische Zeit dauerte ja nicht lange, sie hatte für die Bevölkerung letzten Endes kaum Auswirkungen, obwohl mancher kleine Mann sich wohl eine Besserung seiner Stellung als Folge der französischen Gesetze erhofft hatte.
Erst um 1830 konnten die Bauern gegen Zahlung des 25fachen Betrages der jährlichen Abgaben sich freikaufen, also ihre Höfe als Eigentum erwerben.
1866 wurde das Königreich Hannover nach der verlorenen Schlacht bei Langensalza Preußische Provinz. Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde das Amt Hagen ein Teil des Kreises Wesermünde. Hagen blieb aber Gerichtsort, damit hatte es auch weiterhin eine Mittelpunktscharakter. Gerichtsgebäude und Gefängnis waren schon in hannöverscher Zeit errichtet worden. Beschaulich blieb das Leben.
Hagen nahm eine positive Entwicklung, aber ganz langsam, bedächtig.
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