Familienforschung Greuel-Koch

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Die neue Zeit

Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg

Durch die Veränderung der Infrastruktur lag aber dieses kleine Paradies Hagen plötzlich nicht mehr fern ab von der Welt. Im ersten Weltkrieg kehrten 280 Männer aus dem Amt Hagen von den Feldzügen in Frankreich und Russland nicht mehr zurück. Die Wirtschaftskrise, die Inflation, nach dem Krieg Beeinträchtigte das Wirtschaftsleben und auch die Einkommens und Vermögensverhältnisse der Bevölkerung.

Auch Hagen gab Notgeld heraus, "Gutscheine" im Wert von 50 Pfennig.

Dann kam das sogenannte dritte Reich. Viele Hagener hatten kräftig mit gewählt. Die NSDAP bekam in Hagen 281 Stimmen von 395. Gelitten hatte am meisten die jüdische Gemeinde. 1913 gab es immerhin noch 77 Beitragszahler der jüdischen Gemeinde. Die jüngeren emigrierten in den dreißiger Jahren, die Älteren kamen über die Judenhäuser Bremen in das KZ Theresienstadt.

Doch bald kam der Krieg. Über Bremerhaven flogen viele Bomber der Alliierten in das Reich ein. Kinderreiche Tiefflieger beschossen alles, was sich bewegte, Bauern auf den Feldern, Busse und auch spielende Kinder auf dem Rasen.
Familien aus der Stadt wurden nach Hagen evakuiert.

Tausende von KZ-Insassen wurden durch Hagen getrieben. Die Bevölkerung war aufgefordert, Wannen mit Wasser an die Straße zu stellen. Da flog auch ein ganzes Brot zwischen die elenden Menschen, ein ganzes für hunderte Männer.

Dann kamen die Flüchtlingstrecks mit den Menschen mit ihrem Westpreußischen Dialekt, mit den fremd anmutenden Wagen mit den kleinen Rädern, auf denen die Menschen ihre wenigen Habseligkeiten transportierten. Die Leute mussten irgendwo untergebracht werden, und sie wurden untergebracht.

Ja, und dann kamen die Amerikaner. Mit Panzern fuhren sie in den Ort ein. Viele Häuser wurden beschlagnahmt, die Bewohner wurden ausgewiesen und zogen zu Bekannten oder Verwandten, in Scheunen oder in das ehemalige RAD-Lager auf dem Wege nach Wulsbüttel. Vor allem die Flüchtlinge gelangten hierhin.
Später als die RAD Baracken durch feste Häuser ersetzt wurden wurde die Adresse "Hagen-Lager" durch "Hagen-Westpreußensiedlung Nr." ersetzt.

Es war eine große Leistung für die Alt-Hagener, aber auch für die zugezogenen, die Integration der vielen neu hinzu gekommenen Menschen.

Die Evakuierten vorwiegend aus Wesermünde (Bremerhaven) gingen fast alle wieder in die Stadt. Die Bevölkerungszahl von Hagen stieg von 778 im Jahre 1935 auf 1400 im Jahre 1946, das ist ein Zuwachs von ca. 80%. Seitdem hat sich Hagen gemacht, mit Hallenbad und Museumsburg und.... und...........

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Heimatgeschichte Hagen im Br.

(c) 2012 Günther Greuel Bad Kissingen